Wanderung durch die Wasserlochklamm Palfau
Tosendes Wasser, das bei Sonnenschein in den vielfältigsten Blau- und Grüntönen glänzt. Ein beeindruckender Weg, der abwechselnd neben rauschenden Wasserfällen und durch den ruhigen Wald führt. Eine mysteriöse Karstquelle, die nach Lust und Laune eine große Menge Wasser ergießt. Das und noch vieles mehr erwartet einen bei einer Wanderung durch die Wasserlochklamm Palfau in der Steiermark. Gründe genug, um ihr einen Besuch abzustatten.
Die Wasserlochklamm befindet sich eingebettet in die idyllische Landschaft des steirischen Ennstals. Die ideale Möglichkeit, die Klamm zu erkunden ist der 1,5 Stunden dauernde Klammwanderung entlang der 1994 eröffneten Steiganlage, die einem die faszinierende Natur des Nationalparks Kalkalpen eröffnet. Den Einstieg in den Wanderweg bildet die beeindruckende Hängebrücke, die erstmals den Blick auf die grün glitzernde Salza freigibt.
325 Höhenmeter auf 900 Metern Länge
Nach dem Gang über die Brücke beginnt der Aufstieg zum mysteriösen Wasserloch. Warum mysteriös? Beim Wasserloch handelt es sich um eine Riesenkarstquelle, deren Quellhöhle einen tiefen Siphonsee überwölbt. Dieser ergießt in unregelmäßigen Abständen und abhängig von Wetter und Jahreszeit Schüttungen von bis zu fünf Kubikmetern Wasser pro Sekunde. Doch bevor man die Quelle zu Gesicht bekommt, muss man erst einmal Stufe für Stufe nach oben wandern.
Während der Wanderung passiert man fünf beeindruckende Wasserfälle, deren Fallhöhe jeweils zwischen 22 und 39 Metern liegt. Da der Steig relativ schmal ist, kann es vor allem am Wochenende schon mal ganz eng werden. Das trübt das Erlebnis aber nur minimal.
Einen knappen Kilometer und 325 Höhenmeter nach der Hängebrücke erreicht man das namensgebende Wasserloch. Was einen ebenfalls erwartet: Eine tolle Aussicht! Schnell wird klar, der Aufsteig hat sich gelohnt.
Rückweg über den Jägerriedel
Nach einer kurzen Pause und genügend Fotos vom Ausblick und dem Wasserloch wird es wieder Zeit für den Abstieg. Hier hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man geht denselben Weg wieder hinunter oder man folgt den Schildern in Richtung Jägerriedel. Durch den Wald und über Stock und Stein führt dieser Weg ebenfalls wieder hinunter zum Ausgangspunkt der Klammwanderung, der Hängebrücke über die Salza. An schönen Tagen, an denen viele Besucher in der Wasserlochklamm unterwegs sind, ist der Abstieg über den Jägerriedel sicher die bessere Wahl, hier ist (zumindest bei meinem Besuch) fast nichts los.
Wieder unten angekommen lädt das Ufer der Salza zu einer abschließenden Pause ein. An heißen Sommertagen lohnt es sich sicher auch, die Schuhe auszuziehen und durchs kühle Nass zu waten.
Die Wasserlochklamm in Palfau ist einen Besuch wert! Die tosenden Wasserfälle, das schimmernde Wasser, die steilen Klippen – hier fasziniert einfach alles.
Warst du schon mal in der Wasserlochklamm? Über weitere Wandertipps würde ich mich freuen!
Hier findest du übrigens alle meine Berichte zu Wanderungen in Österreich.
2 Kommentare
Christian Öser
Die Wasserlochklamm ist sicher eine der interessantesten in Österreich! Ich bin sie notgedrungen schon zweimal gegangen, weil beim ersten Besuch nur ein Rinnsal sichtbar war wegen langer Trockenheit. Kein einziger Wasserfall war zu sehen, unvorstellbar wenn man sie nur mit viel Wasser kennt. ;)
Liebe Grüße
Christian
Christine
Ja, stimmt, das kann man sich wirklich gar nicht vorstellen! Bei unserem Besuch war zum Glück richtig viel Wasser :-) Und ich stimme dir zu, die Wasserlochklamm ist wirklich sehr interessant und beeindruckend ich komme sicher wieder!